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Ausführliche Analysen von Waffen und Taktiken, die von US-Militärs in den frühen Tagen des 2. Weltkriegs durchgeführt wurden, veranlassten die US-Streitkräfte zur finalen Überholung, nicht nur der aktuellen Generation der Kampfflugzeuge, sondern auch jeglicher Prototypen. Grummans XF5F Raketendesign von 1938, obwohl im Grunde genommen erfolglos, hatte einige schlagkräftige Argumente aufgrund der zwei motorigen Konfiguration: Verbesserte Sicherheit mit zwei Motoren, höhere Geschwindigkeit, größere Reichweite, mit schwereren Waffen ausrüstbar. Die dem Krieg geschuldete schnelle Entwicklung in nahezu jedem Aspekt des Flugzeug- und Triebwerkdesigns machte die XF5F schon bald veraltet. Das wurde von der 4,5 jährigen Testphase bestätigt, die von technischen Problemen gezeichnet war. Die Firma Grumman nutzte ihre Erfahrung mit Flugzeugen geschickt und schlug der US-Navy ein moderneres, kraftvolleres neues Kampfflugzeug vor. Die Navy genehmigte das Projekt, das für die XF7F angesetzt war.
Schon frühzeitig wurden bedeutende Veränderungen vorgenommen: Tests im Windkanal ließen auf eine notwendige Veränderung von einem mittellangen Flügeldesign zu einer schultermontierten Konfiguration schließen. Darüber hinaus wurden die Motoren vom Model „Wright R-2600“ mit Motoren des Modells „ Pratt&Whitney R-2800“ getauscht. Auch entfallen die ursprünglichen Forderungen nach gegenläufig rotierenden Propellern. Am 2. November 1943 flog der erste Prototyp mit größeren Propellern.
Flugtests deuten auf eine Tendenz zu Flachtrudeln hin, weshalb ein vorsätzliches Trudeln verboten wurde. Weiterführende Tests zeigten an, dass ein überarbeitetes Heck die Stabilität und Kontrolle verbessern würde. Dieses größere Heck wurde in die -3 Produktion eingearbeitet.. Probleme der F7F, die aus dem Y-geformten Fanghaken resultierten, wurden als „unbefriedigend für die Landungen auf den Flugzeugträgern“ bewertet. Folglich wurden Tigercats nur Marineeinheiten zugeteilt, die auf Küsten stationiert waren.
Bereits frühzeitig in der Produktion wurde die Firma Grumman von der Navy angewiesen, die Flugzeugzelle -1 in eine -2 Konfiguration zu modifizieren. Die meisten F7F-2 Flugzeuge wurden als Nachtjagdmaschinen -2Ns geliefert. Eine Nachtjägereinheit der Marine (VMF(N)-531), die mit zwei -2Ns ausgerüstet wurde, näherte sich der Insel Guam, als die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde. Dem Krieg folgend patrouillierten bis 1947 bewaffnete F7F-2Ns mit Aufklärungsflügen in China.
Die F7F-3 war mit ungefähr 250 Stück die am meisten produzierte Version der Tigercat; die meisten davon hatten das größere Heck. Die -3 hatte mit einer Spitzengeschwindigkeit von 450m/h auf einer Höhe von 21500 Fuß und 420 m/h auf Meereshöhe eine signifikant verbesserte Leistung. Die Reichweite (durch den integrierten Tank) beträgt 1900 Meilen.
Die Tigercat liefert einen großartigen visuellen Kontrast. Von der Seite betrachtet ist man von der Höhe, Länge und Größe beeindruckt -  aus der Vogelperspektive kann man die große Spannweite der Flügel betrachten. Man kann sich nur über ihren Einfluss auf den Krieg wundern, wenn es ein Jahr früher gewesen wäre.
Wie sich herausgestellt hat, hat die Tigercat trotz seiner Schönheit und Geschmeidigkeit die militärische Luftfahrtgeschichte nur sehr wenig beeinflusst.
Ihr AMT-Bausatz beinhaltet die Tagjägerversion der F7F-3. Es sind Markierungen für 3 Flugzeuge angebracht: #462- eine Entwicklung und Test, G-142 von einer unbekannten Marineeinheit in 1946 und die A-99 als farbenfrohes Kampftrainingsgerät 1946-1947. Zusätzlich zu der feinen Beschriftung und der beeindruckenden Hingabe zum Detail hat AMT weiche Vinylreifen bereitgestellt, die ein unglaubliches Laufflächenprofil liefern.

Der Bausatz ist von AMT im Maßstab 1:48
Die 7 Gießästen und die einfach gehaltenen Baupläne versprechen einen
interessanten Bausatz in der Modellvitrine. Meine Tigercat sollte die VMF-312 darstellen,
die im Oktober 1946 in El Toro Marine Corps stationiert war.

Wie immer war der Pilotenbereich zuerst an der Reihe. Dieses Mal verwendete ich
den farbig bedruckten Ätzteilsatz von Eduard „Seatbelts USAF & USN WWII“.

  Anschließend wendete ich mich an den Motoren. Das erste Mal versuchte ich die
Zündleitungen mit dünnem Kupferdraht nach zu gestalten. Im nach hinein sieht
man kaum noch was, wenn die Motorverkleidung angebracht wurde.

Die Passform des Rumpfes ist super. Selbst das Anbringen der Flügel
und die zwei Fahrwerksschächte machten keinerlei Probleme.

Lackiert wurde mit Vallejo Model Air 71.087. Nach guter Trocknungszeit wird mit der Airbrush ein Schutzlack aufgesprüht

Anschließend mit Bodenglänzer versiegeln. Dies ist für das Anbringen der Decals notwendig.

So… die Decals sind angebracht. An ein paar Stellen konnte ich das Silbern der Decals leider
nicht verhindern, obwohl ich die Decals nochmals in ein „Bodenglänzer-Bad“ getaucht hatte.

Fazit: Mir hat das Bauen dieser F7F-3 Tigercat von AMT in 1:48 viel Spaß bereitet - und nur das zählt!

Technische Daten Original:
Motoren: 2 Pratt & Whitney R-2800-34W; mit je 2100PS in 15.000 Fuß Höhe
Länge: 13.83 m
Höhe: 5.05 m
Spannweite: 15.7 m
Leergewicht: 7,378 kg
Maximalgewicht: 11.664 kg

Reichweite: 1.932 km
Marschgeschwindigkeit: 357 km/h
Max. Geschwindigkeit: 720 km/h
Steigleistung: 1.380 m/min
Bewaffnung: vier 20-mm-Maschinenkanonen, vier 12,7-mm-Maschinengewehre, zwei 454-k- Bomben 

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